Zur Sensibilisierung für Erinnerungskultur und Stärkung demokratischer Prinzipien entwickelt CU REMEMBER (Children’s Universities REMEMBER) innovative Bildungsansätze und setzt diese in Wien und Triest um. Durch Workshops, Konferenzen und digitale Medien werden neue Methoden der Holocaust-Bildung gefördert.
Für eine lebendige Erinnerungskultur
80 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs erleben wir aktuell das Verschwinden von Zeitzeug*innen und das Erstarken extremistischer Bewegungen. Um traditionelle Formen der Erinnerungskultur zu ergänzen, entwickelt CU REMEMBER innovative Bildungsansätze: In Wien und Triest werden MemoriaLinks geschaffen, die Erinnerungsarbeit mit modernen Bildungsformaten verbinden und formale sowie non-formale Bildung zusammenführen:
- Open Schooling: ein Modell für sektorübergreifende Zusammenarbeit mit Fokus auf das Gemeinwohl
- Kinderuniversitäten: niederschwellige und inklusive MINKT-Bildung (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Kunst und Technik)
- Co-Creation: ein Ansatz, der Kreativität, Motivation und Zugehörigkeitsgefühl fördert und sicherstellt, dass Erinnerungsarbeit nachhaltig verankert wird.
Das Projekt zielt darauf ab, junge Menschen für eine differenzierte Auseinandersetzung mit der Vergangenheit zu sensibilisieren und demokratische Werte zu stärken. Langfristig strebt es die Etablierung neuer Formen der Erinnerungskultur an und stattet Bildungseinrichtungen mit innovativen Methoden aus.
CU REMEMBER fördert eine enge Zusammenarbeit zwischen Schulen, Universitäten, Museen und anderen Bildungseinrichtungen. Durch Workshops, Konferenzen und digitale Medien werden neue Methoden der Holocaust-Bildung gefördert. Dazu gehören:
- MemoriaLinks-Workshops: Workshops für Kinder und Jugendliche zur Erforschung verschiedener Formate der Erinnerungskultur, die in Wien und Triest als Modelle für weitere europäische Regionen umgesetzt werden.
- Katalysator-Workshops: Fortbildungsprogramme für Lehrkräfte zur Integrierung der Erinnerungskultur in die Lehrpläne von Grund- und weiterführenden Schulen.
- Botschafter*innen- & Sensibilisierungsprogramme: Workshops, Webinare und Konferenzen für junge Menschen, Forschende, Pädagog*innen und andere Stakeholder*innen zur Einführung neuer didaktischer Konzepte und zur Sensibilisierung für Erinnerungskultur.
CU REMEMBER verbindet Wissenschaft, Bildung und Gesellschaft, um Erinnerung als dynamischen Prozess zu verstehen, der Vergangenheit und Zukunft verknüpft und einen nachhaltigen Beitrag zur Stärkung demokratischer Prinzipien leistet.
Projektpartner: Kinderbüro der Universität Wien (Koordinator), SISSA Medialab, Universität Wien, Università degli Studi di Triest, Gedenkdienst – Verein für historisch-politische Bildungsarbeit
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