MEM-ART UNI

MEM-ART UNI befasst sich mit den jüdischen Familiengeschichten von Menschen, die vor der Verfolgung durch den Nationalsozialismus fliehen mussten, und geht der Frage nach, wie Erfahrungen von Flucht und Vertreibung innerhalb der Familien weitergegeben wurden, wo noch Schweigen oder Lücken bestehen und welche Bedeutung diese Geschichten heute für die Nachkommen haben.

Familiengeschichten von Verfolgung, Flucht und Überleben unter dem Nationalsozialismus prägen nach wie vor die Literatur, das kulturelle Gedächtnis und die Geschichtsvermittlung. Sie basieren oft auf Erinnerungen, die von Überlebenden, ihren Kindern und Enkeln weitergegeben wurden. Doch was geschieht mit diesen Erinnerungen, wenn sie zu Geschichten werden, die durch Literatur, Film, Performance oder andere künstlerische Formen erzählt werden?

Diese Frage steht im Mittelpunkt des von der EU geförderten Projekts „Performing Art-Based Memory Practice on Jewish Holocaust Refugee Stories with University Students“ (MEM-ART UNI). Studierende in Wien, Marseille und Breslau interviewen Nachkommen jüdischer Holocaust-Überlebender und untersuchen, wie Erfahrungen von Verfolgung, Flucht und Exil in Erinnerung bleiben, erzählt und über Generationen hinweg weitergegeben werden.

Projektwebsite: https://memart.univie.ac.at/


MEM-ART UNI läuft von 01.08.2026 bis 31.07.2028 und wird von der Europäischen Union im Rahmen des Programms „Bürgerinnen und Bürger, Gleichstellung, Rechte und Werte“ (CERV, CERV-Programm) gefördert.

Projektpartner: Universität Wien (Koordination), Aix-Marseille Université, Uniwersytet Wrocławski, Centre Franco-Allemand de Provence, Kinder- und Jugendbüro der Universität Wien, MUSMIG – Museum of Migration, Jewish Welcome Service Wien, Arbeitsgemeinschaft Jüdisches Forum, Fondation du Camp des Milles – Mémoire et Éducation

Mit Förderung von